Was ich vom Podcst gelernt habe

Am 1.4.2025 ging unser Podcast „Tinte & Courage“ das erste Mal online. Ich habe Claudia Scheidemann letztes Jahr im Jänner dazu überredet einen Podcast über persönliches Schreiben mit mir zu starten. Mittlerweile sind 24 Folgen produziert und am 3.3. ist die 3.Staffel gestartet. Für diese Folge durften wir mit der österreichischen Autorin Renate Welsh und dem Dokumentarfilmer Martin Nguyen aufnehmen. Wie sind wir dazu gekommen?

Die Pressesprecherin des Dokumentarfilms „Renate“ hat unseren Podcast gehört und fand ihn toll. Daraufhin hat sie uns auf den Film aufmerksam gemacht und uns ein Gespräch mit den beiden angeboten. Natürlich haben wir zugesagt und es war ein sehr berührendes Gespräch, bei dem wir auch einen Einblick in die Dreharbeiten bekommen haben. Renate Welsh hat sehr offen über ihren Schlaganfall und die darauffolgende Sprachlosigkeit gesprochen – für einen Menschen, dessen Welt Sprache ist, eine besondere Herausforderung. Wenn du die Folge noch nicht kennst, höre unbedingt rein und schau dir den berührenden Film an.

Begeisterung und Zuspruch am Journaling Barcamp

Ende Februar war ich beim Journaling Barcamp in Hamburg. Genau am Freitag meiner Anreise hatte es die ganze Nacht in Wien geschneit und der Flughafen in Wien wurde gesperrt, da durch die Schneemengen keine Flüge abgefertigt werden konnten. Ich verbrachte 10 Stunden wartend am Flughafen, bis abends mein Flug endgültig auf Samstag verschoben wurde. Ich kam daher erst am späten Nachmittag in Hamburg an und verpasste die Key Note Speaker. Auch den Session Pitch verpasste ich. Doch meine Podcast Kollegin Claudia war vor Ort und wollte eine Session anbieten. Womit sie nicht gerechnet hat: Als sie sich vorstellte als eine der Gastgeberinnen vom Podcast kam es zu spontanem Applaus und Standing Ovations. Sie erzählte mir aufgeregt bei meiner Ankunft davon und viele andere taten das gleiche. Einige fragten sogar vorsichtig ob sie uns ansprechen dürften, um sich dann für den Podcast zu bedanken. Mit so viel Zuspruch und Begeisterung hatten wir nicht gerechnet.

Ausblick auf die 3.Staffel

Für die neue Staffel haben wir schon einige Folgen aufgenommen, unter anderem mit Deborah Ross, der Autorin von Brain on Ink, die über neue Erkenntnisse der Hirnforschung erzählt und wie wir Schreiben nutzen können für Neuroplastizität. Holger Nils Pohl, Autor und Kommunikationsdesigner, erzählt über seine Autismus Diagnose und seinen Schlaganfall letztes Jahr und wie Zeichnen und Schreiben ihm geholfen hat, auf dem Weg zurück in den Alltag. Tanja Wehr, eine großartige Illustratorin und Organisatorin des Sektechnotes Barcamp, erzählt wie sie Wissen organisiert und wie sie zeichnen und schreiben dafür nutzt. Sie macht Mut zum Zeichnen.

Eine besondere Folge ist jene mit Barbara Pachl-Eberhart, deren Buch „Vier minus drei“ verfilmt wurde und bei der Berlinale Weltpremiere hatte. Sie erzählt in der Folge so viel übers Schreiben und ihre Geschichte. Eine Aussage von ihr, hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Sie meinte, sie ist nicht nur die Frau, die ihre Familie verloren hat. Sie und all die anderen Gespräche haben mir gezeigt: Es liegt an uns welche Geschichten wir uns über unser Leben selbst erzählen. Wir können entscheiden, ob wir uns immer wieder die selben Geschichten erzählen und uns davon definieren lassen. Oder ob wir unseren Blick auf die anderen, kleinen oder großen, schönen Momente richten und uns daran aufrichten und uns so neue Geschichten über uns selbst erzählen. Darum habe ich einen neuen Workshop entwickelt, wo wir genau das tun.

Lifechanging experience

Der Podcast hat mein Leben im letzten Jahr stark verändert. Ich durfte mit so tollen Menschen sprechen und diese Gespräche wiederum inspirieren so viele andere Menschen. Ich durfte eine neue Form der Zusammenarbeit mit Claudia erleben. Eine, die von gegenseitigen Respekt und Vertrauen getragen ist, und die mir gezeigt hat, wie viel leichter es ist ein Projekt umzusetzen, wenn man mit den richtigen Menschen zusammenarbeitet. Auch wenn der Podcast viel Arbeit ist und wir damit (noch) nicht unseren Lebensunterhalt bestreiten können bzw. der Podcast uns Umsatz bringt, es lohnt sich.
Es ist schon erstaunlich, was eine kleine Idee für Auswirkungen hat, wenn frau sich traut diese umzusetzen.

Jetzt bist du dran!

Schreibimpuls:

Welche Idee schlummert schon länger in dir? Was wäre, wenn du diese umsetzt? Wer könnte die/der richtige Partner:in sein für die Umsetzung?

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