Alles fließt – Nichts ist so konstant wie Veränderung
Panta rhei – alles fließt. Dieser Spruch des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesos fasst dessen zentrale These von der Vergänglichkeit und dem stetigen Wandel des Seins zusammen. Diese jahrhundertealte Aussage ist bis heute gültig und doch stemmen wir uns manchmal mit aller Kraft dagegen.
Die Wahrheit ist jedoch: Das Leben ist niemals statisch, sondern ein fortlaufender Prozess von Transformationen. Heraklit vertrat die Auffassung, dass alles, was existiert beständig im Prozess der Erneuerung und Entwicklung steht. Betrachten wir die Natur, so sehen wir, dass es auch dort keinen Stillstand gibt. Selbst im tiefsten Winter werden Kräfte gesammelt, damit im Frühling, sobald es wärmer wird, die Blüten und Blätter sprießen können. Wenn wir genau hinsehen, können wir die Knospenansätze für die Blüten auf den kahlen Ästen der Bäume erkennen.
Veränderung gestalten, statt zu fürchten
Viele Menschen fürchten Veränderungen, weil Ihnen die Sorge im Nacken sitzt, dass sich Dinge verschlechtern, statt verbessern. Keine Frage: Vieles, vor allem auf der weltpolitischen Bühne, verändert sich gerade nicht zum Besten. Wir könnten jetzt wie ein ängstliches Kaninchen vor der Schlange sitzen und hoffen nicht gefressen zu werden. Doch diese Fokussierung auf das Negative lässt uns erstarren und bringt uns nicht weiter. Sinnvoller ist es die Veränderung zu akzeptieren und zu versuchen, sie für uns zu nutzen. Die kreativsten und innovativsten Ideen sind meist aus einer Notlage entstanden. Weil etwas nicht so geklappt und funktioniert hat, wie es sollte. Auf diese Art sind viele tolle Produkte und Dienstleistungen entstanden, die uns heute das Leben einfacher und angenehmer machen.
Anstatt also über eine Veränderung zu jammern oder sich darüber zu ärgern, sollten wir uns überlegen, wie wir die Situation für uns so gestalten können, dass sie für uns funktioniert. Manchmal sind es nur kleine Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, damit wir die Veränderung annehmen können und sie für uns Sinn ergibt.
Ich lade dich ein mit den folgenden Schreibimpulsen eine Veränderung in deinem Leben genauer zu betrachten und zu gestalten:
- Was ist meine größte Befürchtung bei dieser Veränderung?
- Welche Schritte kann ich aktiv setzen, damit diese Befürchtung nicht eintritt?
- Welche Möglichkeiten ergeben sich im besten Fall aus dieser Veränderung für mich?


